Samstag, 29. Juni 2013
Maskenmädchen
Wer bin ich? Ich trage Masken - in meinem Gesicht, meiner Stimme, meinem Körper. Mal lachend, mal ernst. Nur, damit ich normal wirke, damit niemand merkt, dass ich 'verrückt' bin. Damit ich keinem eine Angriffsfläche biete. Verletzungen sind das Letzte, was ich jetzt noch brauche. Also lache ich. Damit ihr denkt, ich sei glücklich. Damit ihr denkt, ich sei normal.
Und wenn ich dann alleine bin, zerbrechen die Masken. Langsam. Was bleibt, ist eine undefinierbare Leere, eine existierende Gestalt, eine Hülle. Wer bin ich? Ich meine nicht, wie ihr mich seht. Oder wie andere mich betrachten. Ich meine, wer bin ich wirklich? Wer bin ich, wenn der Druck der Gesellschaft, zu funktionieren, nicht auf mir lastet? Ich kann es nicht sagen. Habe mich selbst verloren auf dem Maskenball der Gefühle, auf dem Maskenball der Persönlichkeit.
Ich irre umher, auf der verzweifelten Suche nach mir selbst. Doch da ist nichts. Nur ein kaltes, ungewisses Nichts.
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